Nutzer von Samsung-Geräten klagten nach dem Februar-Patchday über den Verlust der Zugriffsrechte auf das C-Laufwerk ihrer Geräte. Jetzt ist die Ursache identifiziert. Was nach einem Microsoft-Fehler aussah, hat laut neuesten Analysen nichts mit Windows 11 zu tun.
Nutzer aus Systemlaufwerk ausgesperrt
Für zahlreiche Besitzer von Notebooks und Desktop-PCs von Samsung begann der März mit einem gravierenden Schreckmoment. Scheinbar nach der Installation des Sicherheitsupdates vom Februar 2026 gab es massive Probleme. So verweigerte Windows 11 den Zugriff auf das primäre Systemlaufwerk. Der Fehler äußerte sich in der Meldung „C: is not accessible – Access denied“. Die Folgen für den Arbeitsalltag waren schwerwiegend.
Essenzielle Anwendungen wie Microsoft Outlook, diverse Office-Apps oder Webbrowser ließen sich nicht mehr starten. Auch Systemwerkzeuge und Hilfsfunktionen wie Quick Assist versagten den Dienst. Schnell geriet das Microsoft-Update in Verdacht, da die Probleme zeitlich mit dem Patchday zusammenfielen und es in jüngster Vergangenheit mehrfach zu schwerwiegenden Bugs nach der Installation gekommen war.
Ursache identifiziert
Wie Microsoft über ein Support-Dokument jetzt offiziell bestätigt, liegt die Wurzel des Übels jedoch nicht im Betriebssystem. Der Übeltäter ist laut den Angaben aus Redmond stattdessen die Galaxy-Connect-App von Samsung. Gemeinsame Untersuchungen hätten gezeigt, dass eine spezifische Version dieser Software tief in die Systemrechte eingreife und für die falsche Rechtevergabe verantwortlich sei. Windows 11 selbst sei demnach völlig unschuldig.
Betroffen sind Systeme mit Windows 11 in den Versionen 24H2 und 25H2. Der Ausfall tritt auf bestimmten Geräten wie dem Samsung Galaxy Book 4 auf. Zu den konkret betroffenen Modellen gehören:
- NP750XGJ, NP750XGL
- NP754XGJ, NP754XFG, NP754XGK
- DM500SGA, DM500TDA, DM500TGA
- DM501SGA
Dilemma bei der Fehlerbehebung
Tückisch an dem Software-Konflikt ist der Umstand, dass er keine aktive Handlung des Nutzers voraussetzt. Es genügt die Ausführung routinemäßiger Hintergrundprozesse, damit die App die Zugriffsrechte korrumpiert. Ist das passiert, stehen Betroffene vor einer hohen technischen Hürde. Der Zugriff auf das Systemlaufwerk bleibt dauerhaft gesperrt.
Selbst der Versuch, Administratorrechte für Reparaturzwecke anzufordern, scheitert in vielen Fällen an den zerstörten Berechtigungsstrukturen. Als erste Schutzmaßnahme wurde die fehlerhafte Version der Galaxy-Connect-App umgehend aus dem Microsoft Store entfernt.
So soll eine weitere Verbreitung der problematischen Software unterbunden werden, bis eine finale Lösung bereitsteht. Samsung hat mittlerweile eine ältere, stabile Version der Anwendung wiederveröffentlicht. Für Nutzer von bereits kompromittierten Systemen bleiben die Wiederherstellungsoptionen jedoch vorerst limitiert. An einer automatisierten Lösung wird aktuell noch gearbeitet.

